An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Stadt Leipzig vorstellen.
Leider werden diese, doch recht nüchternen Daten, welche größtenteils den Veröffentlichungen unter http://de.wikipedia.org entnommen wurden, der Schönheit unserer Stadt nicht gerecht, aber wir möchten Ihnen hier doch einen kleinen informativen Überblick bieten
>>Leipzig
Leipzig gehört zu den sechs OberzentrenLeipzig, Dresden, Chemnitz, Zwickau, Plauen, Oberzentraler Städteverbund Bautzen-Görlitz-Hoyerswerda Sachsens . Leipzig hat etwa 519.000 Einwohner und gehört zu den drei größten Städten im Osten Deutschlands. Die Stadt bildet gemeinsam mit der benachbarten Großstadt Halle(Saale) einen Ballungsraum. Leipzig ist des Weiteren ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt und eines der wichtigsten Wirtschaftszentren Ostdeutschlands.
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Nach Verleihung des Stadtrechts und der Marktprivilegien um das Jahr 1165 entwickelte sich Leipzig bereits während der Deutschen Ostsiedlung zu einem wichtigen Handelszentrum. Leipzigs Tradition als bedeutender Messestandort in Mitteleuropa mit einer der ältesten Messen der Welt geht auf das Jahr 1190 zurück und war eng mit der langjährigen Rolle Leipzigs als internationalem Zentrum des Pelzhandels verknüpft. Die Stadt ist ein historisches Zentrum des Buchdrucks und -handels. Außerdem befinden sich in Leipzig eine der ältesten Universitäten sowie die ältesten Hochschulen für Handel und Musik Deutschlands.
Eine intensive Bautätigkeit wie auch der Immobilienskandal um Jürgen Schneider in den 1990er Jahren betrafen insbesondere die Leipziger Innenstadt, darunter 15 besonders wertvolle und aufwändig restaurierte historische Immobilien wie die Mädlerpassage eine der wenigen vollständig erhaltenen und prachtvollsten Passagen der Messestadt und Barthels Hof. historischer Gebäudekomplex in der Leipziger Innenstadt
Geographische Lage
Leipzig liegt im Zentrum der Leipziger Tieflandsbucht, eines Teils der Norddeutschen Tiefebene. Im Osten grenzt daran das nördliche Elbland und im Südosten und Süden das Mittelsächsische Hügelland.
Leipzig liegt fast im Schwerpunkt der drei benachbarten Landeshauptstädte Dresden, Magdeburg und Erfurt.
Durch die Stadt fließt die Weiße Elster Länge 257 km, in die hier die Pleiße Länge 90 km und die PahrteLänge 56,7 km münden.
Die Stadt Leipzig wurde südlich an der Parthe vor ihrem Eintritt in die Elster-Pleiße-Aue gegründet.Mit Leipzig wird jedoch vor allem die Pleiße in Verbindung gebracht, da mit dem Pleißenmühlgraben einer ihrer Nebenarme unmittelbar am Stadtzentrum vorbeifließt.
Entlang der Flüsse zieht sich ein ausgedehntes Auwaldgebiet liegt zum überwiegenden Teil auf dem Gebiet der Stadt Leipzig in Nord-Süd-Richtung durch die Stadt, das im mittleren Bereich zum Teil in Parks umgestaltet wurde.
Da sich unter Leipzig und seinem Umland bedeutende Braunkohlelagerstätten befinden, wurde bereits in den 1930er Jahren mit dem industriellen Abbau dieses Rohstoffes in Tagebauweise begonnen. Durch den Bergbau, der sich während der DDR-Zeit immer weiter ausbreitete wurden südlich von Leipzig Teile des Auwaldes zerstört.
Die Stadt liegt inmitten eines ehemaligen Binnendeltas, das durch die Anlage von Mühlgräben und Hochwasserschutzanlagen häufig umgestaltet wurde. In den 1950er Jahren wurden der Pleißemühlgraben und ein Teil desElstermühlgrabens – im Mittelalter für den Betrieb von Mühlen teilweise künstlich angelegte Nebenarme der beiden Flüsse – wegen der Verschmutzung durch Industrieabwässer aus der Braunkohleverarbeitung südlich von Leipzig verrohrt oder verfüllt, so dass Leipzig seinen Charakter als Flussstadt teilweise verlor.
Die Einleitung der hochgiftigen Abwässer führte dazu, dass die Flüsse biologisch tot waren. Seit dem weitgehenden Ende der gewässerverschmutzenden Industrie zu Beginn der 1990er Jahren werden beide Flussläufe nach und nach wieder freigelegt. Heute verlaufen rund 141 Kilometer ständig wasserführende Fließgewässer auf der Stadtfläche, hinzu kommen nur temporär wasserführende Bäche und Gräben.
Leipzig zählt heute mit seinen zahlreichen Stadtparks, wie beispielsweise dem zentrumsnahen Clara-Zetkin-Park mit 125 Hektar die größte Parkanlage Leipzigs und dem Rosental 118 Hektar vielen neu geschaffenen Anlagen in den Wohngebieten sowie den traditionellen Schrebergartenvereinen zu den grünsten Städten Deutschlands. Der Grünflächenanteil wird mit rund 50%, der Waldanteil mit etwa 7% beziffert.
Anfang der 1990er Jahre wurde der Braunkohleabbau gestoppt und mit der Rekultivierung der Tagebaurestlöcher und der Renaturisierung begonnen. Inzwischen sind aus den gefluteten Tagebauen mehrere Seen mit sehr guter Wasserqualität entstanden. Weitere Tagebaue befinden sich noch in der Flutung. Der Cosbunder Seeca.4,36 km2 liegt dem Leipziger Stadtzentrum am nächsten und dient bereits als sehr gut erschlossenes Naherholungsgebiet. Der so entstehende großflächige Erholungsraum wird als "Leipziger Neuseenland" auch touristisch vermarktet und soll bei Fertigstellung 70 km2 Wasserfläche umfassen.
Stadtgliederung und Nachbargemeinden
Leipzig ist seit 1992 verwaltungsmäßig in zehn Stadtbezirke gegliedert, die 63 Ortsteileenthalten.
Stadtbezirke: Mitte; Nordost; Ost; Südost; Süd, Südwes; West; Alt-West; Nord-West; Nord
Stadtteile : Abtnaundorf | Althen | Anger | Baalsdorf | Böhlitz | Bösdorf | Breitenfeld | Burghausen | Cleuden | Connewitz | Crottendorf | Dölitz | Dösen | Ehrenberg | Engelsdorf | Eutritzsch | Flickert | Göbschelwitz | Gohlis | Gottscheina | Großzschocher | Grünau | Gundorf | Hartmannsdorf | Heiterblick | Hirschfe,ld | Hohenheida | Holzhausen | Kleinpösna | Kleinzschocher | Knauthain | Knautkleeberg | Knautnaundorf | Lausen | Leutzsch | Liebertwolkwitz | Lindenau | Lindenthal | Lößnig | Lützschena | Marienbrunn | Meusdorf | Miltitz | Mockau | Möckern | Mölkau | Neuschönefeld | Neustadt | Neutzsch | Paunsdorf | Plagwitz | Plaußig | Plösen | Portitz | Probstheida | Quasnitz | Rehbach | Reudnitz | Rückmarsdorf | Schleußig | Schönau | Schönefeld | Seehausen | Sellerhausen | Sommerfeld | Stahmeln | Stötteritz | Stünz | Südvorstadt | Thekla | Thonberg | Volkmarsdorf | Wahren | Wiederitzsch | Windorf | Zuckelhausen | Zweinaundorf
Geschichte
Etwa 900 nach Chr. wurde an beiden Ufern der Partheeine slawischeSiedlung angelegt.Erstmals erwähnt wurde Leipzig 1015. Als Gründungsjahr der Stadt gilt das Jahr 1165, in dem Markgraf Otto der Reiche von Meißen dem Ort an der Kreuzung der Via Regia Kögnisstraße, rechtlich dem König zugeordnet mit der Via Imperii Reichsstraße das Stadtrecht und das Marktrecht erteilte. Mit der Stadtgründung entstanden die beiden großen Kirchbauwerke –die Thomaskirche und die St.-Nikolaikirche.
Leipzig lag in der Markgrafschaft Meißen, die 1439 im Kurfürstentum Sachsen aufging. Das Kurfürstentum wurde bereits 1485 durch die beiden Brüder Albrecht den Beherzten und Ernst mit der Leipziger Teilung aufgeteilt. Leipzig gehörte danach zum Herzogtum Sachsen, zu dessen Hauptstadt das bis dahin im Vergleich zu Leipzig oder Meißen unbedeutende Dresden ernannt wurde. Leipzig war darin häufig Tagungsort des Landtags. Nach der Verwaltungsreform 1499 lag Leipzig als sogenanntes Amt im Leipziger Kreis, neben dem es sieben weitere im Kurfürstentum gab.
Im Jahre 1409 wurde die Universität Leipzig als "Alma Mater Lipsiensis" größte Hochschule in Leipzig und die zweitälteste Universität auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland gegründet und gehört damit zu den ältesten Universitäten in Deutschland.
Nach Erhebung zur Reichsmessestadt 1497 und Ausdehnung des Stapelrechts Form des Marktrechts auf einen Umkreis von 115 Kilometer zehn Jahre später durch Kaiser Maximilian I. wurde Leipzig zu einer Messestadt von europäischem Rang. Für den Güteraustausch zwischen Ost- und Westeuropa entwickelte es sich zum wichtigsten deutschen Handelsplatz. Bedeutend für die spätere Entwicklung zur Messestadt war insbesondere der Fellhandel sowie die Weiterverarbeitung zu Pelzhalbfabrikaten für die Kürschnerei und die Herstellung der zugehörigen Werkzeuge und Maschinen. Der Leipziger Brühl wurde neben London zum internationalen Handelszentrum der Pelzwirtschaft. Noch 1913 lag der Anteil der Pelzbranche am Steueraufkommen Leipzigs bei 40 Prozent.
1539 wurde die Reformation endgültig durch Luther und Justus Jonas in Leipzig eingeführt. In Folge wechselte die Kurwürde an die albertinische Linie, in deren Herzogtum Leipzig lag. In diesen Jahren war die Entwicklung Leipzigs vor allem durch die sich stetig verbessernden Lebensbedingungen gekennzeichnet. Als immer bedeutendere Handels- und Messestadt profitierte Leipzig dabei von einem wohlhabenden Bürgertum. Bereits im 16. Jahrhundert entstand eine Trinkwasserversorgung. 1650 erschienen erstmals die Einkommenden Zeitungen sechs Mal pro Woche. Sie gelten damit als älteste Tageszeitung der Welt.
Der Dreißigjährige Krieg 1618-1648 war ein schwerer Einschnitt in die prosperierende Entwicklung der Stadt, die Bevölkerungszahl ging von 18.000 auf 12.000 zurück. Zwischen 1631 und 1642 wurde die Stadt fünfmal belagert, von 1642 bis 1650 war sie schwedisch besetzt.
1701 wurde in Leipzig eine Straßenbeleuchtung eingeführt. Die etwa 700 Laternen, nach Amsterdamer Vorbild gefertigt und mit Öl betrieben, wurden erstmals am Abend des 24. Dezember 1701 angezündet. Dazu stellte die Stadt sogenannte Laternenwärter ein, die nach einem festen Brennplan dafür zu sorgen hatten, dass die Laternen rechtzeitig angezündet und wieder gelöscht wurden.
Im Jahre 1813 fand die Völkerschlacht Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege bei Leipzig im Zuge der sogenannten Befreiungskriege statt. Die verbündeten Heere der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden brachten in dieser Schlacht Napoleons Napoleon Bonaparte, Kaiser Napoleon I, 1769-1821 Truppen und deren Verbündeten, darunter das Königreich Sachsen, die entscheidende Niederlage bei, die schließlich zur Verbannung Napoleons auf die Insel Elba führte.
Am 20. April 1825 wurde der Börsenverein der Deutschen Buchhändler gegründet, zu dem Zeitpunkt war Leipzig eines der Zentren des deutschen Buchhandels und Verlagswesens.
1839 wurde die Leipzig-Dresdner Eisenbahn als erste deutsche Fernbahnstrecke eröffnet. Leipzig entwickelte sich allmählich zum wichtigsten Verkehrsknotenpunkt in Mitteldeutschland, was sich auch darin äußerte, dass der damals nach Mailands Stazione Centrale größte Kopfbahnhof Sackbahnhof, Bahnhof, in den nur von einer Seite aus Züge einfahren und zur selben Seite hin wieder ausfahren können Europas von 1902 bis 1915 in Leipzig entstand.
Am 2. April 1843 begründete Felix Mendelssohn Bartholdy mit dem Conservatorium der Musik die erste Musikhochschule Deutschlands.
Infolge der Industrialisierung, aber auch vielfältiger Eingemeindungen der Vororte, stieg am Ende des 19. Jahrhunderts die Bevölkerungszahl rasant an. 1871 wurde Leipzig mit 100.000 Einwohnern Großstadt.
Am 1. Oktober 1879 wurde in Leipzig das Reichsgericht als oberstes Zivil- und Strafgericht des 1871 gegründeten Deutschen Reiches etabliert. Es hatte die Funktion des heutigen Bundesgerichtshofs.
Während des Zweiten Weltkrieges kam es in den Jahren 1943 bis 1945 zu mehreren Luftangriffen auf die Stadt, die zu erheblichen Zerstörungen der Innenstadt führten – bis zu 60 Prozent der Bausubstanz waren betroffen– und etwa 6000 Opfer forderten. Am 18. April 1945 erreichten Einheiten der 3. US-Armee die Stadt.
Am . Juli 1945 übernahm die Rote Armee Leipzig, und die Stadt kam zur sowjetischen Besatzungszone. Die sowjetische Militäradministration bildete den Rat der Stadt und die Stadtverordnetenversammlung, deren Zusammensetzung mit Gründung der DDR die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) diktierte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ die gesamtdeutsche wirtschaftliche Bedeutung Leipzigs in Folge der Zugehörigkeit zunächst zur sowjetischen Besatzungszone und seit 1949 zur DDR stark nach, was sich auch in einem kontinuierlichen Rückgang der Einwohnerzahl äußerte. Von 1952 bis 1990 war Leipzig Hauptstadt des Bezirks Leipzig und, gemessen nach Einwohnerzahlen, die zweitgrößte Stadt der DDR. In den Großstädten Berlin, Leipzig und Dresden wurden die meisten Kombinatsleitungen und Stammbetriebe angelegt, so dass sich die wirtschaftliche Bedeutung Leipzigs bezogen auf die DDR bis 1990 erhielt.
1989 leiteten die von der Nikolaikirche ausgehenden Montagsdemonstrationen das Ende der DDR mit ein. 1990 wurden Leipzig und der größte Teil des Bezirks Leipzig dem Freistaat Sachsen zugeordnet. Leipzig war seitdem Sitz des Regierungsbezirks Leipzig, der am 1. August 2008 im Direktionsbezirk Leipzig aufgegangen ist.
Unverändert ist Leipzig als Messe-, Medien- und Universitätsstadt bekannt, wenn auch die Bedeutung geringer ist als vor dem Zweiten Weltkrieg.
Wirtschaft und Infrastruktur
Vor dem Zweiten Weltkrieg war Leipzig nicht nur ein bedeutender Handelsplatz (Leipziger Messe), sondern auch ein bedeutender Industriestandort. Traditionell waren hier Verlagswesen und polygrafische Industrie, Gießereien, Maschinenbau, Pelzindustrie, Textilindustrie (Leipziger Baumwollspinnerei, Buntgarnwerke Leipzig) und Klavierbau (Blüthner, Hupfeld, Schimmel, Feurich) ansässig.
In der DDR-Zeit blieb Leipzig ein bedeutender Wirtschaftsstandort. Der Bezirk Leipzig trug 1972 9,3 Prozent zur DDR-Industrieproduktion bei. Neben den bereits erwähnten Wirtschaftszweigen wurde insbesondere der Braunkohleabbau, die Energieerzeugung und die chemische Industrie südlich von Leipzig stark ausgebaut. Mit der Bildung von Kombinaten wurde Leipzig Sitz der Kombinate für Baumaschinen, komplette Anlagen und Erdbewegungsmaschinen (Baukema), Gießereianlagenbau und Gusserzeugnisse (Gisag), polygraphischen Maschinenbau, Rundfunk- und Fernmelde-Technik (RFT), Technische Gebäudeausrüstung (TGA), Tagebauausrüstungen, Krane und Förderanlagen (TAKRAF) und Chemieanlagenbau (Chemieanlagenbau Leipzig-Grimma, CLG). Die fruchtbaren Böden der Leipziger Tieflandsbucht im Leipziger Raum wurden intensiv landwirtschaftlich genutzt.
Das "Diamant" genannte Kundenzentrum des Porsche-Werks in Leipzig.
Mit der Wende brach, wie in fast allen Regionen der ehemaligen DDR, nahezu die gesamte Industrieproduktion zusammen. Nur wenige Unternehmen blieben nach der Privatisierung erhalten. Es bestehen weiterhin die Maschinenbauunternehmen Kirow , TAKRAF , Gebrüder Brehmersowie das Kugel- und Rollenlagerwerk Leipzig . Von den Klavierherstellern besteht noch die Julius Blüthner Pianofortefabrik. Das 1852 in Leipzig gegründete Typographisches Kunst-Institut Giesecke & Devrient wurde 1948 als VEB Wertpapierdruckerei verstaatlicht und ist jetzt wieder als Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig in Leipzig ansässig.
Nach der Wende gelangen aber auch einige große Industrieansiedlungen, darunter Siemens , Porsche und BMW am Standort Leipzig). Mit der Ansiedlung der beiden letzteren konnte sich die Stadt als neuer Automobilstandort etablieren. 2005 stiegen die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) in den Schienenfahrzeugbau ein.
Auch Unternehmen der Kommunikations- und Informationstechnologien wie PC-Ware oder der überregionale Kabelnetzbetreiber Primacom mit seiner größten ostdeutschen Niederlassung sind in Leipzig beheimatet. Im Medienbereich ist neben zahlreichen kleineren Film- und Fernsehproduktionen eines der größten deutschen Filmunternehmen, die Kinowelt, in Leipzig ansässig. Auch die Unister Holding GmbH, ein auf den Betrieb und die Vermarktung von Webportalen spezialisierter E-Business-Anbieter, hat seinen Hauptsitz in der Leipziger Innenstadt. Neben Frankfurt am Main, München und Stuttgart gilt Leipzig darüber hinaus als überregional bedeutsamer Banken- und Finanzstandort.
Dank der zentralen Lage entwickelte sich Leipzig zu einem Verkehrs- und Logistikzentrum.
Der Gesundheitssektor spielt in Leipzig ebenfalls eine tragende Rolle. Das älteste Krankenhaus und größte unter städtischer Verwaltung ist das Klinikum St. Georg, das als Spital bereits 1439 von der Stadt übernommen wurde.
Leipzig ist ein beliebtes Ziel für Städtereisen und besitzt eine ausgebaute touristische Infrastruktur.
Städtebau
Leipzig verfügt noch über einen beträchtlichen Teil der Vorkriegsbebauung, die während der Gründerzeit,die wirtschaftliche Phase in Deutschland und Österreich im 19. Jahrhundert bis zum großen Börsenkrach von 1873 um die Jahrhundertwende sowie in der Weimarer Republik entstand. Diese kompakten Altbauviertel wurden zu DDR-Zeiten vernachlässigt und verfielen. Stattdessen wurde zwischen 1960 und 1980 auf Großsiedlungen, wie Grünau und Paunsdorf, gesetzt, die etwa 40 Prozent der nach 1945 in Leipzig entstandenen Wohnungen ausmachen. Eine Umstellung der Wohnungsbaupolitik in Richtung auf den Grundsatz der "Stadterneuerung im Bestand" hat nun die großflächige Restaurierung der Gründerzeitquartiere zum Ziel.
Insgesamt konzentriert sich die Stadterneuerung im Bereich der Gründerzeitbebauung auf 13 Gebiete mit 464 Hektar und 29.000 Wohnungen. Ein Beispiel dafür ist das zwischen der Innenstadt und dem Rosental gelegene Waldstraßenviertel. Es ist heute eines der wenigen vollständig erhaltenen Gründerzeit-Wohngebiete in Deutschland. Auf einer Fläche von über 100 Hektar sind von 845 Gebäuden 626 als Einzeldenkmale ausgewiesen.
Auch ein Großteil der übrigen Altbausubstanz wurde saniert. Mit einer einsetzenden Suburbanisierung in neu entstandene Einfamilienhaussiedlungen und der überregionalen Abwanderung in den 1990er Jahren führte dies aufgrund fehlender Lenkungsmaßnahmen zu einem großen Überhang an Wohnraum. Der Leipziger Wohnungsmarkt ist dadurch heute stark gesättigt.
Aufgrund ihrer höheren baulichen und architektonischen Qualität und der oftmals besseren Lage werden die sanierten Altbaustandorte den nunmehr ebenfalls größtenteils sanierten Großwohnsiedlungen vorgezogen. Dies führt zu einer beginnenden Verödung der Neubauviertel in Plattenbauweise. Dort wird versucht, mit teilweisem Rückbau und Umfeldaufwertungen eine Gesundung der Immobilienstruktur in der Stadt zu erreichen.
Verkehr
Leipzig war durch die Lage an der Kreuzung der Fernstraßen Via Regia und Via Imperii bereits frühzeitig ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die erste deutsche Fernbahnstrecke führt seit 1839 von Leipzig nach Dresden. Insbesondere durch die nach der politischen Wende investierten Mittel für die Modernisierung und den Ausbau der Fernstraßen-, Schienen- und Flugverkehrsanbindung kann Leipzig heute eine hervorragende Verkehrsinfrastruktur vorweisen.
Der 1915 eröffnete Leipziger Hauptbahnhof ist hinsichtlich der überbauten Fläche der größte Kopfbahnhof Europas. Gleichzeitig ist er ein überregional wichtiger Knotenpunkt im ICE- und IC-Netz der Deutschen Bahn sowie Verknüpfungspunkt des S-Bahn- und Regionalverkehrs im Großraum Halle/Leipzig.
An Leipzig führen mehrere Autobahnen vorbei: im Norden die A 14, im Westen die A 9 und im Süden die A 38. Die drei Autobahnen bilden einen dreieckigen Teilring des Autobahndoppelringes Mitteldeutsche Schleife um Halle und Leipzig.
Durch das Stadtgebiet führen die Bundesstraßen 2, 6, 87, 181, 184 und 186.
Der Ring, der dem Verlauf der alten Stadtbefestigung entspricht, umführt die Innenstadt Leipzigs, die heute in weiten Teilen verkehrsberuhigt ist.
Der Flughafen Leipzig/Halle fungiert als internationaler Verkehrsflughafen für die gleichnamige Region. Er befindet sich am Schkeuditzer Kreuz nordwestlich von Leipzig auf halber Strecke zwischen den beiden Großstädten und verfügt über eine direkte Autobahnanbindung.
Parks und Gärten
Leipzig besitzt einen verglichen mit ähnlichen Großstädten bemerkenswerten Anteil an Parks und Grünflächen, überwiegend mit hohem gestalterischem Anspruch oder stadtstruktureller Bedeutung. Weit überregional bekannt waren die aufwendigen Bürgergärten, die sich seit Renaissance und Barock um die historische Innenstadt legten, etwa Apels Garten oder der Großbosesche Garten. Mit dem städtischen Wachstum im 19. Jahrhundert wurden diese privaten Anlagen überbaut, jedoch erhielten sich ihre Bezeichnungen verschiedentlich in Straßennamen. Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts begannen Begrünungen der städtischen Befestigungsanlagen und Wälle mit Alleen und Gehölzpflanzungen. Ende des Jahrhunderts entstand unter Bürgermeister Carl Wilhelm Müller (1728–1801) eine zusammenhängende Parkgestaltung am Schwanenteich und in dem heutigen Bereich vor dem Hauptbahnhof. Es handelte sich um die erste vom Bürgertum initiierte Landschaftsparkanlage Deutschlands. Zugleich war damit der Grundstein zu dem bis heute die Innenstadt umgebenden Promenadenring gelegt. Bis in das 20. Jahrhundert erfolgte die Gestaltung weiterer Abschnitte, darunter bis 1858 die Lenné-Anlage, auch Schillerpark genannt. Für die Planung konnte der Königlich Preußische Gartendirektor Peter Joseph Lenné gewonnen werden, einer der größten Gartenkünstler des 19. Jahrhunderts. Im Auftrag des Bankiers Wilhelm Theodor Seyfferth konzipierte er wenig später ebenfalls den heute städtischen Johannapark.
Ab 1898 entstand unter Stadtgartendirektor Carl Otto Wittenberg direkt im Anschluss westlich der König-Albert-Park, ein repräsentativer Stadtpark mit Springbrunnenbassin, Teich und Musikpavillon. Seit 1955 führt er gemeinsam mit benachbarten Anlagen wie dem Palmengarten oder dem Scheibenholzpark die Bezeichnung Clara-Zetkin-Park. Unter Carl Otto Wittenberg entstanden parallel mit der Stadtentwicklung Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche begrünte Stadtplätze, ferner auch die landschaftlich gestalteten Anlagen Volksgarten Sellerhausen, Volkshain Stünz sowie der Südteil des Eutritzscher Parks. Im Gegensatz dazu schuf der Nachfolger Wittenbergs, Carl Hampel, zahlreiche formale Gestaltungen, unter anderem am westlichen Promenadenring, jedoch auch den weitläufigen Wilhelm-Külz-Park am Völkerschlachtdenkmal.
Seit 1913 gestaltete Leberecht Migge in der seinerzeit noch selbständigen Gemeinde Schönefeld einen klassischen Volkspark, den Mariannenpark. Fertiggestellt wurde die Anlage in der Zwischenkriegszeit bis 1928 unter Stadtgartendirektor Molzen. Bereits 1932 begannen die Arbeiten am Richard-Wagner-Hain beiderseits des Elsterflutbeckens. Er sollte ein monumentales Denkmal zu Ehren des gebürtigen Leipzigers Richard Wagner aufnehmen. Die Nationalsozialisten nahmen sich des Vorhabens an und erklärten es zum Projekt "Richard-Wagner-Nationaldenkmal". Für die erhaltene gärtnerische Gestaltung verantwortlich war Gustav Allinger. Emil Hipp fertigte am Chiemsee die Teile des Denkmals, das jedoch kriegsbedingt nicht mehr zur Aufstellung in Leipzig gelangte.
Westlich an den Zoologischen Garten grenzt der weitläufige Park Rosental. Ursprünglich kurfürstlicher Besitz, dann an die Stadt verkauft, beabsichtigte August der Starke hier dennoch die Errichtung einer Residenz, die die Stadt finanzieren sollte. Zwar konnte dies abgewendet werden, jedoch veranlasste der Landesherr die Anlage der noch vorhandenen Sichtschneisen durch die begrenzenden Waldbereiche, ausgehend von der großen zentralen Wiesenfläche. Seit dem 19. Jahrhundert fanden verschiedene Umgestaltungen im Sinne einer landschaftlichen Gestaltung statt.
Auf den Leipziger Arzt Moritz Schreber geht indirekt die nach ihm benannte Kleingartenbewegung (Schrebergärten) zurück. Neben der ältesten sogenannten Schreberanlage befindet sich in der Stadt das Deutsche Kleingärtnermuseum.
Als Friedenspark wird heute der 1950 geschlossene ehemalige Neue Johannisfriedhof bezeichnet. Ab 1973 erfolgte die Beräumung der zahlreichen historisch bedeutenden Grabdenkmale. Einige wenige wurden auf dem erhaltenen Alten Johannisfriedhof aufgestellt, dem über Jahrhunderte zentralen Begräbnisplatz der Stadt.
In den letzten Jahren entstanden neue Parkanlagen auf dem Gelände des ehemaligen Eilenburger Bahnhofs und am Karl-Heine-Kanal in Plagwitz ("Stadtteilpark Plagwitz").
Botanischer Garten.
Der Botanische Garten der Universität Leipzig beheimatet auf einer Fläche von 3,5 Hektar etwa 10.000 verschiedene Pflanzen aus mehr als 600 verschiedenen Arten. Er ist der älteste Botanische Garten Deutschlands und gehört zu den ältesten weltweit.
Tierpark
Der Zoologische Garten Leipzig ist eine 22,5 Hektar große parkartig gestaltete Grünanlage nordwestlich der Leipziger Altstadt, in der etwa 900 Tierarten gehalten und präsentiert werden. Er grenzt an das Rosental, einen Stadtpark.
Der Leipziger Zoo wurde am 9. Juni 1878 eröffnet und ist mit seinen vielen historischen Bauten einer der traditionsreichsten in Deutschland. Er war einst berühmt für seine Löwen- und später auch Tigerzucht, für die er seither das Internationale Zuchtbuch führt. Er beherbergt viele seltene Tierarten wie Baikalrobben, Moschustiere, Okapis oder Sepikwarane. Die wöchentliche Doku-Soap Elefant, Tiger & Co. des Mitteldeutschen Rundfunks machte den Zoo seit 2003 in ganz Deutschland bekannt. Eine der charakteristischen Backsteinanlagen ist die Bärenburg. Sie war Schauplatz vieler Zuchterfolge, ist aber längst veraltet. Noch in den 1990er Jahren war der Zoo stark sanierungsbedürftig und entsprach kaum mehr moderner Tierhaltung.
Aufgrund dieser Situation wird er seit einigen Jahren zu einem Zoo der Zukunft umgebaut, der 2014 abgeschlossen sein soll. Als bisher größtes Bauprojekt wurde die weltgrößte Menschenaffenanlage Pongoland fertiggestellt, die auch der Forschung des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie (EVA) dient.
Der Wildpark Leipzig ist ein Naturpark im Süden der Stadt. Die Tiere des Parks kommen größtenteils aus der europäischen Region, gezeigt werden zum einem Rot-, Dam-, Reh-, Muffelwild, aber auch Elche, Wisente, verschiedene Vogelarten und Füchse, Wildkatzen, Hermeline, Marder und Waschbären. Auch am Zuchtprogramm für den gefährdeten europäischen Nerz nimmt der Wildpark teil. Demnächst soll auch ein Erlebnispfad mit Wolfsgehege erstellt werden.
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